CO2-Trockenbad / Carboxy-Therapie

Schon seit über 600 Jahren werden in vielen internationalen Badeorten CO2-Behandlungen (Carbonic Acid Therapie) angewendet. Bei der CO2-Trockenbad-Behandlung wird Kohlensäure über die Haut aufgenommen und steigert die Sättigung von Sauerstoff im Blut und in den Zellen. In der Medizin als Bohr-Effekt bekannt, unterstützt sie nicht nur Anti-Aging-Programme, sondern Behandlungen bei peripheren und zentralen Durchblutungsstörungen, beim metabolischen Syndrom, bei Diabetes mellitus oder bei postchirurgischen Eingriffen. Sie aktiviert den Stoffwechsel, fördert die Regeneration, unterstützt die Mikrozirkulation und hilft bei Abnehmblockaden.

Ablauf der Behandlung:

Der zu behandelnde Patient steigt in eine Behandlungshülle, welche für die Einmalverwendung gedacht ist.
Diese Hülle wird luftdicht am Körper, z. B. am Oberkörper, unterhalb der Achseln, mittels eines elastischen Bandes
verschlossen. Dies soll ein Austreten des CO2-Gases verhindern. Über das Behandlungsgerät wird zunächst die
vorhandene Luft aus der Hülle gesaugt.

Anschließend wird das CO2 in die Hülle eingeleitet. Diese Behandlung kann im Liegen, eventuell auch im
Sitzen erfolgen. Empfehlenswert sind Behandlungsdauern von 30 bis 50 Minuten und Kuren von 10 bis 20 Behandlungen. Die Dauer der Behandlung sowie die Anzahl der Behandlungen sind von
Art und Schwere der Erkrankung abhängig.

Vorteile der CO2-Behandlung

CO2 kann leicht in die Haut eindringen und bewirkt eine Erweiterung der Arteriolen sowie eine Erweiterung der Lymphgefäße.

Das CO2-Bad senkt durch die Gefäßerweiterung den Blutdruck.

Das zugeführte CO2 sowie das als Endprodukt des aeroben Stoffwechsels aus der Zelle freigesetzte CO2 erfüllt
bei seinem Rücktransport zur Abatmung in der Lunge zwei wichtige Aufgaben:

Durch seine Bindung ans Hämoglobin wird dessen Affinität zum Sauerstoff gesenkt, so dass dieser leichter in
das umliegende Gewebe diffundieren kann. Dies ist der sogenannte „Bohr-Effekt“, bekannt nach dem dänischen
Physiologen Christian Bohr, der diesen Effekt bereits im 19. Jahrhundert beschrieben hat. Diese verstärkte Sauerstoffabgabe ins Gewebe führt zu sehr vielen positiven gesundheitlichen Vorgängen.

Außerdem entsteht durch die Umwandlung des CO2 in Bikarbonat ein hochwirksames Puffersystem, das Säuren im Organismus, insbesondere Milchsäure, effektiv neutralisieren kann.

Ein weiterer Effekt der CO2-Therapie ist aus der sogenannten Insufflations-Therapie bekannt. Diese wird zur
Schmerzhemmung eingesetzt. Die Schmerzhemmung ist eine Folge der Gefäßerweiterung und der verstärkten
Sauerstoffaufnahme im Gewebe.

Wann ist eine Co2 Therapie sinnvoll?

  • Durchblutungsstörungen
  • Blockaden des Lymphflusses
  • schlecht heilende Wunden
  • Arteriosklerosen
  • Arthrosen und Fibromyalgien
  • rheumatische Beschwerden
  • Hauterkrankungen
  • Reha nach Schlaganfall oder Herzinfarkt
  • Reha nach Mamma-Ca.-OP
  • Vorbeugung gegen Thrombose
  • schnelle Regeneration nach Verletzungen
  • Fitnesssteigerungen im Leistungssport
  • Polyneuropathien

Was kostet eine Co2 Therapie?

Die Kosten betragen 45€ und Sie benötigen 30-50 Minuten Zeit.